Wie bekommt man Schweißgeruch aus Kleidung?

Selbst wenn man größten Wert auf Hygiene legt und sich sogar mehr als nötig duscht und putzt und auch die Kleidung doch eigentlich einen ausgiebigen Waschgang hinter sich hatte, kann es trotzdem sein, dass die Wäsche nicht frisch riecht, sondern nach Schweiß aus vergangenen Tagen. Um zu verstehen, warum das so ist, müssen wir tiefer in die Materie eintauchen.

Wie entsteht Schweißgeruch?

Normalerweise stinkt frischer Schweiß nicht. Er verströmt erst einen unangenehmen Geruch, wenn er mit Bakterien in Berührung kommt, die auf der menschlichen Haut leben und von ihm ernähren. Durch eine biologische Reaktion beginnt so der Schweiß zu riechen. Verantwortlich sind Bakterien, welche die langkettigen Fettsäuren zerlegen und so Butter- und Ameisensäure produzieren. Wer es chemischer mag, dem sei hier Butansäure, Methansäure oder Methylhexansäure als Nomenklatur beigefügt.

Aber nicht nur Säuren entstehen. Zucker, Salz, Harnstoff und Eiweiß sind ebenfalls für den müffelnden und manchmal sogar beißenden Geruch verantwortlich. Wenn nun noch Textilien ins Spiel kommen, wir also in unser Hemd oder T-Shirt schwitzen, wandern die eben genannten Bakterien in den Stoff und dessen Fasern. Meist sind es die chemisch hergestellten Mikro- und Synthetikfasern im Gewebe, die mit den Säuren reagieren. So sorgen sie für einen langanhaltenden und schwer lösbaren Geruch.

Normale Baumwollwäsche kann man mit bis zu 90°C säubern. Meist waschen wir um die 40°C bis 60°C. Diese Temperaturen reichen oft aus, um die Säuren zu lösen und die Bakterien aus den Textilien zu verbannen. Synthetikfasern hingegen darf man meist nur bis zu 30°C waschen. Bei dieser Temperatur aber fühlen sich die kleinen Geruchsmonster sauwohl und vermehren sich weiter, anstatt sich aus der Wäsche zu entfernen. Oft bleibt da nur der Neukauf. Jedoch gibt es auch Mittel und Wege, eine Neuanschaffung zu verhindern. Eine einfache Möglichkeit besteht in der natürlichen Vorbeugung. Eine Grundhygiene und eine gesunde Ernährung sind grundlegende Bausteine für eine geruchsfreiere Vorsorge. Meist sind unsere Achseln oder der Schambereich betroffen. Eine gründliche und regelmäßige Reinigung dieser Körperpartien können schon helfen, die lästigen Ausdünstungen zu vertreiben.

Wie werden wir den Schweißgeruch am Körper los?

Manch einer kennt folgende Situationen: Nach einem Abendessen mit gehaltvollem Knoblauch-Genuss schwitzen wir des Nachts vermehrt die Aromen dieser Köstlichkeit aus und riechen im wahrsten Sinne aus allen Poren. Der gleiche Effekt kann nach übermäßigem Konsum von Getränken auftreten, die einen hochprozentigen Alkoholanteil haben. Hierbei sind diverse Fuselstoffe für eine Geruchsbildung verantwortlich. Aber auch Gärstoffe (wie zum Beispiel Hefe im Bier) sorgen für eine Weiterleitung im Körper. Diese Stoffe werden dann neben dem Ausscheiden im Urin auch über die Hautporen abgesondert. Weniger Verzehr verschiedener Genussmittel kann somit zu einer gesünderen Lebensweise beitragen, in der die Geruchsbakterien keine Macht mehr haben. Zudem raten Experten, mindesten zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Eine ausreichende Aufnahme ist grundlegend für eine ausgeglichene Körperbalance. So können wir die obengenannten Stoffe leichter über unsere Organe ausscheiden.

Welche Mittel wirken gegen Schweißgeruch?

Gerade in den letzten Jahren hat die Forschung Stoffe entwickelt, welche unter der Bezeichnung „Funktionswäsche“ oder „Funktionsbekleidung“ auf den Markt gekommen sind. Sie sind in der Lage, den abgesonderten Schweiß schnell und komfortabel von der Haut abzulösen. Atmungsaktiv trocknen diese Kleidungstücke sogleich. Manche Trikotagen sorgen zudem durch eine Behandlung mit Silberchlorid für eine verminderte Vermehrung von Bakterien. Verschiedene Firmen bieten auch Schweißpolster an, welche man in den Achselbereich einklebt, bevor man sich anzieht. Bei manchen Unterbekleidungen werden die Achselpads auch direkt eingenäht. In beiden Fällen saugen sie den Schweiß einfach auf.

Deodorante und Antitranspirante können ebenfalls helfen, dem Schweißgeruch den Garaus zu machen. Doch während die einen die Dünste nur übertünchen, bewirken die anderen, dass er gar nicht erst entsteht. Beide Varianten gilt es zu überdenken. Mit einem Deodorant sorgen wir dafür, dass die Vermehrung von Geruchsbakterien gehemmt wird. Außerdem legen wir einen zusätzlichen Duft über das eigentliche Problem. Wir lösen es nicht. Beide Gerüche können sich miteinander verbinden und so ein neues Bouquet kreieren, welches ebenso ungewollt ist, wie die eigentliche Schweißabsonderung.

Sogenannte Antitraspirante können durch beigefügte Alumiumsalze für eine verminderte Schweißproduktion sorgen, in dem sie die Poren verengen.

Was tun gegen Schweißgeruch in der Wäsche?

Doch was tun, wenn sich die Bakterien in Ihrer Bekleidung erst einmal breit gemacht haben?

Bevor wir Baumwollwäsche in die Waschmaschine geben, können wir die betroffenen Stellen mit Kernseife oder Essig vorbehandeln. Hierbei weichen wir die Bekleidung vor dem Waschgang entweder für etwa eine Stunde in einer Mischung aus Essig und Wasser ein oder bürsten die Kernseife in die zu behandelnde Stoffpartie ein. Danach geben wir einfach vier bis acht Esslöffel Waschsoda in die Maschine und wählen den für diese Bekleidung vorgesehenen Waschgang. Doch Vorsicht! Bei Stoffen wie Wolle oder Seide nehmen wir statt des Waschsodas lieber Natron!

Was tun gegen Schweißgeruch an Gegenständen?

Manche Utensilien lassen sich jedoch nicht so leicht in der Waschmaschine reinigen und vom Schweißgeruch befreien. Sporthandschuhe, Innenfutter oder Schienbeinschoner sind zum Beispiel Dinge, die man besser nicht in der Maschine wäscht. Hier können wir fünf Teelöffel Natron in einem Liter Wasser auflösen und diese Mischung in eine Sprühflasche geben. Nach dem Einsprühen der verschmutzen Gegenstände und Bekleidungen bürsten wir die betroffenen Stellen aus. Das Natron sorgt für Verminderung von Flecken und Schweißrändern. Ebenso beseitigt es auf ökologische Weise den Schweißgeruch und die dafür verantwortlichen Bakterien. Ein kräftiger Schluck Essig sorgt zudem für eine natürliche Wasserenthärtung und kann den Effekt verstärken.

Zurück bleiben eine saubere Wäsche und ein gutes Gewissen, die Umweld geschont zu haben.


Wie bekommt man Kellergeruch aus der Kleidung?

Nach einem Frühjahrsputz kommt es vor, dass wir Kleidungsstücke finden, die wir im Laufe der Zeit im Keller vergessen haben. Im Gartenschuppen hängen Latzhosen, Strickjacken oder Mützen, die schon lange nicht mehr benutzt wurden. Die Stoffauflagen für unsere Balkonmöbel haben den Winter über in der Box gelegen. Alles riecht nach Muff und Keller. Selbst die Weihnachtsdeko hat einen unschönen Geruch angenommen.

Wer möchte schon, dass nun die gesamte Wohnung nach Keller, Moder oder gar Schimmel riecht? Meist sind es nämlich die Sporen eines Schimmelpilzes, welche in der kalten, leicht feuchten Umgebung einen guten Nährboden finden.

Manches kann in der Waschmaschine gereinigt werden. Hierzu verwendet man entweder herkömmliche Waschmittel oder benutzt ökologische Substanzen. Biologisch abbaubare Haushaltsmittel wie Essig, Kernseife, Natron oder Waschsoda können helfen, die lästigen Gerüche zu entfernen.

Wir geben einfach eines der genannten Mittel in die Maschine und reinigen die Kleidungsstücke nach Herstellerangaben. Gerade Essig und Natron sind gute Geruchsvernichter. Danach hängen wir sie an die frische Luft. Am besten in die direkte Sonnenstrahlung. Sie sorgt neben dem Wind für eine natürliche Trocknung und verhindert ein erneutes Aufkommen des Schimmels. Selbst im Winter ist das möglich. Die Kleidung gefriert und sorgt somit für eine weitere natürliche Pilzbehandlung. Nur wenn es regnet, sollte die Wäsche an anderer geeigneter Stelle aufgehängt oder in den Wäschetrockner gegeben werden. Dessen hohe Temperaturen sorgen ebenfalls für eine Vernichtung von Sporen. Sind die Sachen nicht verschmutzt, sondern riechen nur, ist es möglich, sie auch ohne Waschgang in die Tiefkühltruhe zu geben und für ein paar Tage einzufrieren. Danach hängt man sie ebenfalls an die frische Luft und in die direkte Sonne. Schwieriger wird es, mit den Dingen, die wir nicht in die Waschmaschine geben dürfen. Hier kann eine chemische Reinigung oder eine Sauerstoffbleiche helfen.

Dieses Mittel gibt es im regulären Handel zu erwerben. Es besteht aus einer Kombination von Soda, Wasser und Sauerstoff. Sie entfernt umweltschonend Flecken und Gerüche. Ökologisch deshalb, weil sie nach dem Gebrauch einfach in seine ursprünglichen Bestandteile zerfällt und somit dem natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird. Dabei braucht man keine Angst vor einer tatsächlichen Bleiche zu haben, die unter Umständen das zu behandelnde Objekt mit unschönen Flecken versieht. Antimikrobiell und desinfizierend wirkt dieses Mittel nicht nur gegen den Geruch selbst, sondern auch gegen seine Ursachen.


Was tun gegen Schimmelgeruch?

Der Geruchsbefall unhandlicherer Dinge stellt ebenfalls ein größeres Problem dar. Eine Matratze können wir nicht einfach in die Waschmaschine geben. In ihrem Inneren sammeln sich Milben und Bakterien, welche nicht nur für einen unangenehmen Geruch sorgen, sondern sogar unsere Gesundheit gefährden können. Eine trockene Behandlung mit Natron ist hier nützlich. Ist die Matratze grundlegend sauber und riecht nur oberflächlich, geben wir bis zu einem halben Kilogramm des Haushaltsmittels auf den Bezug. Ein paar Stunden sollte das Pulver einwirken. In der Zeit kämpft es gegen den Geruch, Schimmel und die Bakterien. Danach saugen wir das Mittel einfach wieder ab und wiederholen die Prozedur gegebenenfalls auch auf der Rückseite.

Ist die Schlafunterlage tiefgreifender verschmutzt, hat der Geruch eine anderweitige Ursache als den äußerlichen Kellermief. Gründe können unter anderem im direkten Schimmelbefall liegen. Hier gehen wir in gleicher Weise vor, indem wir das Natron verwenden.

Zudem bürsten wir die Substanz mit einer feuchten Bürste vorsichtig und gleichmäßig ein, bis jegliche Stellen mit der Lösung behandelt wurden. Nach erfolgreicher Bearbeitung geben wir die Matratze an die frische Luft. Auch hier kann die direkte Sonnenstrahlung den Effekt verstärken. Wichtig ist jedoch, dass die Bettunterlage lange genug Zeit hat, um ordentlich zu trocknen, denn sonst kommen die Sporen schneller wieder zurück als einem lieb sein kann.

Welche Ursachen hat Schimmelgeruch?

Im Prinzip können wir mit dieser Methode jeden größeren Gegenstand vom Schimmel- oder Modergeruch befreien. Doch viel wichtiger ist es, die Ursachen zu bekämpfen. Sie liegen selten in den Dingen selbst, sondern eher in der Umgebung, in der sie aufbewahrt wurden.

Als Erstes müssen wir also herausfinden, woher der Geruch überhaupt kommt. Wo liegt die Quelle? Schimmeln Boden oder Schrank? Ist die Wand feucht und lässt die Tapete modern? Schimmel riecht nicht nur unangenehm, sondern kann auch hochgradig gesundheitsschädlich sein. Für einen gesunden Organismus sind die Sporen erst einmal ungefährlich. Schimmelpilze gehören eigentlich zu unserem normalen Leben. Anders sieht es hingegen für Allergiker aus.

Die Pilze bilden dünne Fäden und Sporen. Über weite Strecken schweben sie in der Luft und werden dabei eingeatmet. Hierbei können sie durch in ihnen befindliche Eiweiße Allergien, wie zum Beispiel Asthma oder Heuschnupfen auslösen oder sogar lebensgefährlich verstärkt werden. Atmen wir die Sporen und Fäden zum ersten Mal ein, sensibilisiert sich unser Körper und bildet Abwehrstoffe, die sich mit speziellen Immunzellen verbinden.

Beim zweiten oder mehrmaligen Einatmen schütten diese dann Botenstoffe aus, welche die typischen Beschwerden auslösen oder verstärken.

Was hilft gegen Schimmelgeruch?

Als größte Ursache für Schimmelbefall gilt Feuchtigkeit. Sie beflügelt gewissermaßen die Sporen und sorgt für eine schnelle Verbreitung des Pilzes. Wir müssen also in erster Linie darauf achten, den Keller, Schuppen oder Schrank trocken zu halten. Eine gute Durchlüftung wirkt ebenfalls gegen die Keime. Wenn diese beiden Ursachen – wenig Luftzirkulation und Feuchte – beseitigt sind, können wir mit den Oberflächenbehandlungen fortfahren. Hier sind Essig und Waschsoda wahre Meister in der Geruchsbekämpfung. Letzteres binden wir mit Wasser und sorgen somit für eine stark alkalische Lösung, die gut gegen Schimmel zum Einsatz kommen kann. Essig bindet die Gerüche nachhaltig und langfristig, ohne selbst lang für schlechte Luft zu sorgen. Schon nach kurzer Belüftung verfliegt der Essiggeruch und nimmt den Schimmelgestank einfach mit.

Zur Geruchsneutralisierung kann auch ein sogenannter Ozongenerator eingesetzt werden. Meist kommt dieser zum Einsatz, wenn größere Raume oder Hallen vom Schimmel und dessen Geruch befallen sind. Aber auch kleinere Geräte gibt es mittlerweile im Handel. Sie eignen sich auch zur  Geruchsbekämpfung in Kellern, Schränken oder anderen Räumen von überschaubarerer Größe. Zu beachten ist hierbei, dass die Geräte nur von Fachpersonen betrieben werden dürfen, welche sich gut mit der Wirkweise und der Anwendung von Ozon auskennen oder diese Kenntnisse durch Schulung erworben haben.


Was tun gegen Fettgeruch in der Wohnung oder in der Kleidung?

Der Sonntagsbraten ist schon vor vier Tagen gegessen worden. Selbst die Reste haben nur bis vorgestern gehalten. Wir haben alles aufgegessen. Und doch riecht es seit Sonntag in der Wohnung nach Essen. Nicht nur der Zwiebelgeruch hängt schwer in der Luft. Viel Schlimmer und hartnäckiger hält sich der Fettgeruch in der Wohnung. Selbst Lüften hilft nicht mehr. Gerade in Stuben, Küchen und Räumen, in denen viel und oft gekocht wird, bleiben Bratenduft und andere Kochgerüche nicht lang positiv in der Nase haften. Schnell wandelt sich das schöne Bouquet in einen ranzigen, nach altem Zeug riechenden Dunst, der schwer im Raum hängt und keine Chance mehr hat, zu entweichen, denn es kommen ja immer neue Düfte hinzu und vermischen sich mit alten Ausdünstungen. Doch selbst in Gesellschaften, wo nicht so oft gekocht wird, können Essengerüche oft tagelang, wenn nicht gar wochenlang die Umgebung penetrieren.

Welche Essengerüche sind besonders intensiv?

Besonders langanhaltend können die Gerüche verschiedener Gerichte sein, bei denen Fleisch gekocht oder gebraten wird. Dabei gibt es ein paar Ursachen, die sich leicht beheben lassen. Als Erstes ist die Wahl des Fettes entscheidend. Rapsöl oder Olivenöl haben zum Beispiel einen starken Eigengeschmack und einen ebenso gehaltvollen Eigengeruch. Des Weiteren spielt die Brattemperatur eine große Rolle. Wird zu heiß gebraten, verteilt sich das Fett als unangenehme Spritzer im gesamten Kochbereich und müffelt dort vor sich hin. Auch leidet das Bratgut unter den zu heißen Temperaturen. Das Fett verbrennt, bevor es sein Aroma in das Fleisch geben kann. Natürlich spielen auch Hygiene und Sauberkeit der Umgebung eine große Rolle. In einer Pfanne mit Restbeständen aus vorherigen Bratereien verbinden sich diese mit dem neuen Gut und lassen alte Aromen wieder auferstehen, die doch eigentlich schon abgewaschen sein sollten. Rost, abgeplatzte Beschichtungen sind nicht nur ärgerlich, sondern sogar gesundheitsschädlich. Dunstabzugshauben vergisst man leicht bei der Frage nach dem schlechten Geruch. Meist ist es der Filter, der einfach gewechselt werden muss. Oberflächen in der Umgebung der Kochstelle gilt es regelmäßig zu säubern, denn auch dort lagert sich mit den Fettspritzern eine von Tag zu Tag unangenehm riechendere Substanz ab. Bei bestimmten Fleischarten wie Innereien, oder Fleischmischungen wie Hack vom Rind oder Schwein bildet sich während des Bratens oder Garens ebenfalls einen starker Eigengeruch der von manch einem als unangenehm empfunden wird. Je länger der Dunst in der Umgebung hängt, als desto anrüchiger wird er von vielen Menschen aufgenommen.


Das Hühnerei stinkt nach Fisch?

Für den Geruch eines Hühnereis sind die Eiweißstoffe oder Proteine wichtig. Durch das Kochen eines Eis verändern diese Aminosäuren ihre Struktur. Von dem Schwefel-Aroma hart gekochter Eier bekommt fast jeder eine Gänsehaut und einen Würgereiz. Der penetrante Duft kann entstehen, wenn nach dem Kochen in den Aminosäuren gewisse Schwefelverbindungen freigesetzt werden. Sie verbinden sich mit Wasserstoff zu Schwefelwasserstoff und erzeugen in starker Konzentration eben diesen unangenehmen Geruch. Manchmal können Eier auch nach Fisch riechen (besonders wenn es Fischeier sind). Früher dachte man, das käme daher, weil sie mitunter den Geschmack des Futters annehmen. Im Falle dieses speziellen Geruches würden die Hühner ganz gewiss mit Fischmehl gefüttert. Aufgrund besagter Annahme wurde in verschiedenen Versuchen das liebe Vieh sogar mit bestimmtem Futter ernährt, damit die Eier einen originellen Geschmack bekommen. Doch der Grund für das nach Fisch riechende Ei liegt nicht in der Fütterung, sondern in einem Gendefekt des insbesondere braunen Huhnes. Nichts desto trotz darf man das Ei unbekümmert essen. Wenn man den Gestank aushält.


Der starke Eigengeruch der Rauchwurst

Bei einer Salami scheiden sich hingegen die Geister. Die Einen mögen den Räucherduft sehr, die anderen verabscheuen die Gewürze in der Wurst. Beides ist ein unabdingbarer Bestandteil einer Salami oder Rauchwurst. Gerade wenn diese dann noch luftdicht verpackt ist und in selbiger Atmosphäre verbleibt, entwickelt sich in der Schutzhülle ein starker Eigengeruch, der intensiv entströmt, sobald der Schutz geöffnet ist. So kann es sein, dass manchmal ein ganzes Zug-Abteil nach dieser Wurstart riecht, obwohl gerade einmal ein kleiner Zipfel aus der Verpackung ragt.

Zwiebel und Knoblauchschwaden  hängen in der Luft?

Gerade Zwiebelgerichte sind sehr geruchsintensiv. So lecker es auch schmeckt. Manchmal riecht es sogar tagelang nach den Ausdünstungen von Knoblauch oder Zwiebel. Diese Pflanzen enthalten Bausteine aus Schwefel. Durch das Hacken, Schneiden oder Quetschen des Lauches oder der Bolle werden jene Stoffe freigesetzt und sorgen für den intensiven Geschmack und den daraus folgenden Geruch. Um diesen wieder aus der Wohnung und speziell aus der Küche zu verbannen, setzen wir nach dem Kochvorgang auf die noch warme Herdplatte einen leeren Topf, füllen ihn 250 ml Wasser, sowie mit Apfelessig der gleichen Menge und lassen das Gemisch etwa eine Stunde kochen. Ohne Deckel natürlich, sonst kann der Wasserdampf nicht den Geruch neutralisieren. Auch Schalen von Zitrusfrüchten können anstelle von Essig gleichermaßen zerkocht werden, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Manchmal stinken sogar die Hände nach der Zubereitung des Mahls. Hierzu gibt es einen kleinen Tipp am Rande: Aus Natron und Kernseife können wir eine Paste mischen, die wir zwischen den Fingern verreiben. Wahlweise gehen auch Mischung aus Salz und Natronlösung. Das Ganze waschen wir nach dem Einreiben, welches am besten mit einer Nagelbürste funktioniert, mit kaltem Wasser gründlich ab. Wichtig sind die Fingernägel. Dort setzen sich oft über lange Zeit die Schwefelverbindungen fest und sorgen somit für einen langanhaltenden Geruch. Das Gericht ist schon seit einer ganzen Weile verdaut, doch wir stinken immer noch: nach Zwiebel. Wenn Kernseife und Natron gerade nicht vorhanden sind, können wir unsere Hände auch einfach mit Essig oder Zitronensaft abspülen. Im Fachhandel gibt es für den Profikoch sogar Erzeugnisse aus Edelstahl, welche durch Reibung auf der Haut, die sich dort befindlichen Geruchspartikel neutralisieren. Essig, Zitrone oder Natron sind übrigens auch gut, wenn Behälter aus Plastik, Metall oder Glas von den Ausdünstungen betroffen sind. Hierzu braucht es dann schlicht  heißes Wasser und im Nu ist der Geruch entfernt. Um diesen erst gar nicht an die Hände gelangen zu lassen, tauchen wir sie vor dem Schneiden der Zwiebel oder des Knoblauches in reinen Essig. Der Äther der Flüssigkeit verfliegt und nimmt den Geruch der Bollen mit sich.


Warum stinkt die Kohlsuppe?

Mit Kohlsuppe kann man nicht nur gut abnehmen, sondern auch Gäste loswerden. Wer dieses Gericht schon einmal in der eigenen Küche gekocht hat, wird das wohl so schnell nicht wieder tun. Ein unangenehmer, lang anhaltender Geruch nach Schwefel und faulen Gasen liegt über einen langen Zeitraum in der Luft und lässt sich nur schwer wieder vertreiben. Auch hier ist der Übeltäter tatsächlich im Schwefel auszumachen. Im rohen Zustand des Kohls ist dieses Element an Zuckermoleküle gebunden. Enzyme lösen die Verbindung auf und setzen die Schwefelteilchen frei. Fazit: Die Wohnung stinkt nach Teufel und Pups. Um die Aufgabe, den Mief zu vertreiben, haben sich schon seit Jahrhunderten Hausfrauen und Köche Gedanken gemacht und haben sich ein paar Hausmittelchen dazu einfallen lassen, deren Wirkung jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist. So berichten einige alte Quellen, dass man zum Beispiel eine Scheibe Schwarzbrot dem kochenden Kohl beigeben, ein in Essigwasser getauchtes Tuch zwischen Topf und Deckel legen oder eine Schale mit ätherischen Ölen aus Zimt-, oder Zitronenaromen beistellen kann. Als gesicherte Hilfe hingegen kann man das Öffnen aller sich in der Nähe befindlichen Fenster oder das Benutzen einer Dunstabzugshaube betrachten.

Warum stinkt saure Milch?

Der morgendliche Kaffee wird gern einmal mit Milch veredelt. Auch schwarzer Tee wird hin und wieder mit diesem Zusatz genossen. Cornflakes, Müsli und Haferbrei sind gerngesehene Grundlagen für eine Mischung mit dem weißen Gold. Doch schnell kippt die Stimmung und ein Würgereiz meldet sich, wenn diese Flüssigkeit sauer geworden ist. Milch ist ein Naturprodukt. So gehören Bakterien als Inhaltstsoffe selbstverständlich dazu. Dabei ist es egal, ob sie pasteurisiert, homogenisiert oder roh belassen ist. Bei einer Pasteurisierung wird das Lebensmittel für eine kurze Zeit auf 60°C bis maximal 100°C erhitzt, umso Keime in ihrem Prozess zu stoppen und abzutöten. Bei einem Homogenisierungsverfahren werden die sich eigentlich nicht mischbaren Bestandteile wie Fette und Wasser so weit zerkleinert, dass die Milch schwerer aufrahmt und durch ihre vergrößerte Gesamtoberfläche besser verdaut werden kann als das naturbelassene Produkt. Aber egal, ob sie eines der Bearbeitungsprozesse durchlaufen hat. Milch wird irgendwann sauer. Schuld daran sind eben genannte Bakterien, die sich von Milchzucker, der sogenannten Laktose ernähren. Diese wird dabei verarbeitet und es entsteht Milchsäure, welche sich als farblose, ölige Flüssigkeit absetzt und jenen fiesen Geruch ausströmt, den jeder schon einmal in der Nase hatte. Besonders schlimm wird es, wenn Milch ausgelaufen ist und dort über Tage hinweg schlecht wird. Als gute Problemlösung hat sich dabei ein fast hundertprozentiger Spiritus erwiesen, den es im Handel zu erwerben gibt. Die Substanz wird auf die betroffene Stelle gesprüht. Danach lässt man sie für eine halbe Stunde einwirken. Bei diesem Prozess sterben die Bakterien ab und eine Verstoffwechslung der Laktose wird verhindert. Es riecht nicht mehr. Nun wird alles noch einmal feucht abgewischt und wenn möglich an der Luft getrocknet. Fleck und Geruch sollten nun verschwunden sein.

Hilfe, der Fisch riecht nach Fisch.

Den frischen Fisch erkennt man am Geruch. Er riecht nämlich fast überhaupt nicht. Doch je länger er auf seine Zubereitung warten muss, je doller wird er stinken, sollte er nicht sein Dasein im Tiefkühler fristen. Dabei kann man gut zwischen Fischen aus dem Meer und den Süßwassergefilden unterscheiden.  Während Karpfen und ähnliche Süßwasserfische eher modrig zu riechen beginnen, geht mit der Zeit von Hering und anderen Meeresfischen ein eher penetranter typischer Geruch, für den es schwer einen Vergleich gibt. Gleichwohl gibt es für beide Arten eine Ursache. Zum einen liegt sie am Salzgehalt des Meerwassers. Wassermoleküle durchlaufen eine Osmose.  Ob außerhalb oder innerhalb des Fisches ist dabei gleichrangig. Um nun den Zellenhaushalt so lange wie möglich zu erhalten, werden im Inneren des Meeresfisches sogenannte Osmolyte gebildet, welche den typischen Fischgeruch verursachen. Beim Süßwasserfisch hingegen sind eher Blaualgen dafür verantwortlich, ihm den erdigmodrigen Geruch zu geben. Um diesen Geruch nun wieder loszuwerden, empfiehlt es sich vor dem normalen Händewaschen, seine Hände mit einer frischen halben Zitrone einzureiben oder kurz in Zitronensaft zu baden. Danach sollten sie für kurze Zeit an der Luft trocken. Im weiteren Verlauf können sie ganz normal gewaschen werden.

Was hilft gegen Bratendüfte?

Neben all diesen genannten Auslösern gibt es noch eine Vielzahl anderer Verursacher von Geruch in der Nahrungsmittelabteilung. Der größte und hartnäckigste ist und bleibt dabei der Bratenduft. Er regt den Appetit an und kündet von einem nahenden Mahl. Vorausgesetzt, das Bukett tritt vor dem Essen auf und nicht etwa danach. Dann nämlich belästigen uns die Koch- und Bratenausdünstungen zunehmend. Wir sind satt und wollen nicht mehr an die Nahrungsaufnahme erinnert werden. Wenn nun keine Möglichkeit zur Lüftung besteht, setzen sich die kleinen Moleküle aus Fett und Reststoffen in das Haar, die Kleidung und ans Mobiliar in der Küche. Die Kochutensilien selbst können wir leicht reinigen. Entweder sie landen in der Spülmaschine oder werden ganz einfach mit einer warmen Seifenlauge gesäubert. Danach sollte auch der Geruch verschwunden sein. Schwieriger wird es mit dem Raumklima. Selbst Lüften ist manchmal nicht so hilfreich wie gewünscht. Jedoch können wir ein paar gute Hausmittel zu Rate ziehen, mit denen eine Neutralisation gelingen sollte. Direkt nach dem Kochvorgang kann man zum Beispiel einen Kaffee auf die noch warme Herdplatte stellen. Der Kaffee sorgt ebenfalls für einen angenehmen Geruch und ist in der Regel stärker als der Bratenduft. Leider neutralisiert er ihn nicht, sondern übertüncht ihn nur für eine gewisse Zeit. Lösungsorientierter ist da schon die Nutzung des Wasserkochers. Mit einem Gemisch aus Wasser und Essig gefüllt, wird die Melange einmal aufgekocht und für mindestens vier Stunden, im besten Falle sogar über Nacht bei offener Kanne stehen gelassen. Auch danach sollten sich die Ausdünstungen verzogen haben.


Schuhgeruch entfernen

Ein ziemlich leidiges Thema sind müffelnde Schuhe. Obwohl sie noch gar nicht so alt sind und vielleicht auch noch gar nicht so oft getragen wurden, stinken sie schon nach Schweiß. Dabei hat dieser Geruch nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Vielmehr liegt meistens der Grund im Treter selbst. Der Schuh hat ein ganz besonderes eigenes Klima, welches von der Qualität der Fußbekleidung, aber auch von der Beschaffenheit des Mikroorganismus des Trägers abhängt.

Woher kommt der Schuhgeruch?

Prinzipiell herrscht in diesem Mikrokosmos rund um den Fuß auch ein besonderes Umfeld. Meistens leicht feucht und dazu noch schön warm. Vorausgesetzt, wir tragen den Schuh gerade. Die Feuchtigkeit und die Wärme gehen vom Fuß aus. Es ist ganz normal, dass wir auch am untersten Ende unseres Körpers schwitzen. Milchsäurenbakterien bilden Kolonien und ernähren sich vom Schweiß des Menschen. Der unangenehme Geruch ist nun ein Endprodukt aus diesem Vorgang und es entsteht ein saures Milieu, welches auch genauso riecht. Verschiedene Kunststoffe oder Anteile in der Verarbeitung des Schuhs werden zum zunehmend Problem. Durch die Verwendung billiger, chemischer Kleber und Stoffe aus synthetischen Materialien schwindet die Atmungsaktivität. Bestimmte industrielle Fertigungsverfahren, aber auch diverse Grundbausteine für eine chemische Färbung verstärken den Effekt. Der Fuß bekommt im wahrsten Sinne des Wortes keine Luft. In diesem Klima freuen sich Bakterien ganz besonders. Doch wegwerfen muss man den Schuh deswegen noch lange nicht. Das Problem tritt jedoch nicht nur bei billig produzierten Erzeugnissen auf. Sogar Fabrikate aus echtem Leder können eine Liaison mit den Bakterien eingehen und den Schuh aufgrund dessen schädigen. Doch meist sind es auch hier eher die Sohlen, die ein Problem entstehen lassen. Der Rest des Treters ist dann eigentlich weniger betroffen. Doch ist es möglich, natürlich Maßnahmen zu treffen, welche verhindern, dass der Schuh stinkt und wir in ihm die sogenannten Käsefüße bekommen.

Welche Maßnahmen können wir zur Vorbeugung treffen?

Bevor wir Maßnahmen zur Lösung des Problems ergreifen, stellen wir kurz ein paar Möglichkeiten zu dessen Vermeidung vor. Das bedeutet nicht, dass wir komplett vor dem Dilemma gefeit sind, doch wir können zumindest die Voraussetzung für das Entstehen des Problems ändern und die Intensität des Geruchs eindämmen. Wollen wir langanhaltend die Belästigung durch den typischen Anstrich von Schweiß und saurer Milch vermeiden, sollten wir die wichtigsten Grundvoraussetzungen beachten. Als Erstes dürfen wir nie barfuß hinein steigen. Durch das Tragen der Schuhe ohne Strümpfe haben Bakterien ein leichtes Spiel, den Schweiß unmittelbar vom Fuß zu nehmen, zu verarbeiten und die Milchsäure direkt in das Innenfutter zu abzugeben. Socken, Strumpfhosen oder Füßlinge vermindern das Problem, vorausgesetzt sie haben eine gewisse Stärke und sind aus Baumwolle. Dieses Material eignet sich hervorragend zum Aufsaugen des Schweißes. So wird die Abgabe ins Innenfutter erheblich gemindert. Es empfiehlt sich des Weiteren, das Schuhwerk immer mit frisch gewaschenen und ungetragenen Socken betreten. Selbst wenn wir vorher schon auf diesen leisen Sohlen durch das Haus, das Büro oder die Wohnung gelaufen sind, so haften doch Schmutzpartikel, wie Sand, Staub und Bakterien an ihnen. Diese Dinge trägt man in den Schuh und fördert damit ebenso eine Vermehrung der Milchsäurebakterien. Wenn es möglich ist, sollte man dem eben genutzten Paar auch einen oder zwei Tage Ruhe gönnen. So können sie innen trocknen und verbessern damit das Klima. Am besten stellt man sie in die Sonne oder zumindest an die frische Luft. Um das Ergebnis zu verstärken, benutzt man vor dem Einstieg Deo für die Füße oder die Schuhe. Die billigen Einlegesohlen können vor dem ersten Tragen auch gegen hochwertige aus Aktivkohle oder Zedernholz ausgetauscht werden. Ebenso gibt es Sohlen mit Zimtaroma, oder Ähnlichem.

Was tun, wenn Schuhe stinken?

Das Kind ist sprichwörtlich in den Brunnen gefallen. Die Schuhe stinken und man möchte sie am liebsten in die Mülltonne werfen. Doch es gibt Rat. Wenn es sich zum Beispiel um Stoffschuhe handelt, kann man sie durchaus ganz normal in der Waschmaschine waschen. Wenn sie nicht allzu stark verschmutzt sind, kann fügt man sie einfach der gewöhnlichen Buntwäsche bei und reinigt sie bei 40°C mit. Wärmer sollte das Wasser nicht sein, da sich sonst Kleber und Stoffe voneinander lösen und das Tragwerk vollends ruinieren könnten. Gibt man sie allein in die Wäschetrommel, haben auch die Nachbarn im Haus etwas davon. Es rumpelt nämlich ganz schön stark. Besonders im Schleudergang kann es sogar die Waschmaschine schädigen. Entscheidet man sich für die Schuhwäsche als Löser des Problems, ist die Handwäsche der Maschinenwäsche vorzuziehen. Der sicherste Weg führt ins Handwaschbecken. Dort hat man den immerwährenden Überblick und alles unter Kontrolle. Man füllt das Becken mit leitungswarmem Wasser. Die Temperatur sollte so sein, als wüsche man sich die Hände. Zuerst gibt man einen gestrichenen Esslöffel Waschmittel in das Nass und mischt es so zu einer Lauge. Dann weicht man die Stoffschuhe für ca. eine Stunde ein. Danach bürstet man sie von innen aus. Die Sohlen möchten extra herausgenommen und behandelt worden sein. Nach dem Waschgang geht es am besten an die frische Luft und in die Sonne. Bakterien mögen nämlich keine direkte Sonneneinstrahlung. Statt des regulären Waschpulvers kann man die Lauge auch aus Waschsoda und Kernseife herstellen, oder Natron verwenden. Möchte man kein Wasser benutzen, so reicht es zuweilen auch, das Natron in die Schuhe zu streuen und sie über Nacht oder mehrere Stunden an die frische Luft zu bringen. Das Pulver ist geruchsneutral. Anders als Natron hingegen wirkt sich Zimt auf das Schuhwerk aus. Dieses Gewürz kann man ebenso für ein paar Stunden in die Fußbekleidung streuen. Das Aroma übertüncht dann für eine Weile die Ausdünstungen der Milchsäurebakterien. Selbst Teebaumöl hilft zuweilen. Dieses sollte man innen vorsichtig mit einem Küchentuch hinein reiben und verfliegen lassen. Doch auch hier ist die Wirkung eher nicht lang anhaltend und übertünchend. Kaffee ist hingegen ein echter natürlicher Duftneutralisierer. Ein Schälchen mit frisch gemahlenen Bohnen stellen wir ins Schuhwerk. Nach sechs bis acht Stunden riecht es nicht mehr nach Schweiß. Der daraufhin entstandene Kaffeegeruch verflüchtigt sich mit der Zeit. Nicht zuletzt kann man aber das Schuhwerk sogar ins Gefrierfach stecken. Bakterien mögen Kälte nämlich ganz und gar nicht und sterben ab.


Uringeruch entfernen

Schnell kann ein Urin-Malheur geschehen. Egal ob Katze, Hund oder andere Haustiere die Verursacher sind. Es ist auch erst einmal unwichtig, ob das Tier sein Revier markieren wollte oder es einfach nur ein Unfall war. Selbst Kindern, die noch nicht windelfrei sind oder Menschen, die an Inkontinenz leiden, können betroffen sein. Sei es die Matratze oder das Kinderbett. Auto-, oder Kindersitz. Oder die Tapete im Wohnzimmer weist einen unschönen Urinfleck auf. Aus der Topfpflanze strömt der Geruch nach strengem Urin. All diese Situationen sind ärgerlich und haben meist eine lange Behandlung zu Folge. Die Stelle sollten wir möglichst schleunigst behandeln. Das Geruchsproblem muss umgehend behoben werden. Oberflächliche und schnelle Behandlung beseitigt nicht den Fleck und verspricht nur eine kurzzeitige Lösung. Duftneutralisierer oder andere Duftsprays legen genau wie Duftkerzen oder Schalen mit ätherischen Ölen eine Geruchswolke über das eigentliche Problem und verdecken dies nur für ein paar Stunden. Das kann sinnvoll sein, wenn man der wichtige Besuch schon vor de Tür steht und man keine Zeit, mehr Zeit hat, sich um das eigentliche Problem zu kümmern.

Was tun gegen Uringeruch in Bett oder Matratze?

Wenn es leicht zugängliche Stellen sind, reibt man die betroffenen Bereiche mit einem Schwamm ein, den wir vorher mit gewöhnlichem Haarwaschmittel benetzt haben. Hierbei ist die Entwicklung des Schaumes sehr wichtig. Nach einer Einwirkungsphase trocknen wir dann alles mit einem Fön, der auf eine mittlere Temperatur eingestellt sein sollte. Wenn es nötig ist, und der Fleck, sowie der Geruch noch vorhanden sind, wiederholen wir die Prozedur noch ein bis zweimal, bevor es dann an die frische Luft geht und die Langzeittrocknung beginnt. Es darf ruhig ein Sonnen- und Windbad sein, welches über drei bis vier Stunden andauert. Eine etwas teurere Variante benötigt dafür nicht so viel Zeit. Verschiedene Baumärkte bieten Nasssauger an, mit denen man die betroffenen Stellen ohne Mühe anhand der Betriebsanleitung für das Gerät säubern kann. Voraussetzung hierfür ist die leichte Zugänglichkeit des Unglücksortes. Wenn es den Teppich, das Sofa oder das Bett erwischt hat, ist diese Methode zu empfehlen. Ein Kindersitz kann zum Beispiel eine größere Herausforderung sein. Auch einen kompletten Autositz mag man nicht unbedingt ausbauen, um ihn nach einer Behandlung mit Schwamm und Shampoo der Sonne auszusetzen. Hier müssen wir versuchen, dem Problem auf andere Weise beizukommen. Ein natürlicher Geruchsneutralisierer ist der Saft der Zitrone. Eine Mischung im Verhältnis 1:5 aus Zitronensaft und Wasser ergibt ein sehr gutes und ökologisches Hausmittel. Dieses gibt man einfach in eine Sprühflasche und bearbeitet damit Stellen, die etwas unzugänglicher sind. Auch Essig kann helfen, den Geruch im Kindersitz langfristig zu neutralisieren. Beide Hausmittel bearbeiten Fleck und Unduft nachhaltig.

Wie bekomme ich Uringeruch aus dem Bad weg?

Nicht nur Unfälle und Markierungen können für Uringeruch verantwortlich sein. Ablagerungen an Fliesen, auf dem Badboden oder in Toilettenbecken sind ebenfalls große Geruchsherde. Hier kommt man den schmutzigen Stellen am besten mit einer Mischung aus Natron und warmem Wasser bei. Alle Flecken werden sorgfältig mit einem vorher in die Lauge getränkten Baumwolllappen weggewischt. Danach sprüht man die Stellen am besten noch einmal mit einem Lufterfrischer ein. Dieser kann aus etwa 50 ml Haarwaschmittel oder Duschbad, 50 ml Wasser und etwa 30 g Natron bestehen. Gutvermischt ergibt sich ein Duftwasser, welches man nach erfolgreicher Flecken- und Geruchsbehandlung verwenden kann, um die Dufterfahrung zu intensivieren. Kommt der Geruch direkt aus dem Waschbeckenabfluss oder aus dem Toilettenbecken, liegt es möglicherweise an unzureichender Wassernutzung. Die Abflüsse sollten nämlich immer gefüllt sein. Exkremente, die von Wasser umschlossen sind, haben keine Chance mehr, uns mit ihrem Geruch zu belästigen. Am besten lässt man nach einer langen Nichtbenutzung erst einmal genügend Flüssigkeit durch die Leitungen und Abflüsse fließen. Hierbei sollte schon eine Geruchsminderung festzustellen sein.


Was tun wenn die Waschmaschine riecht?

Es kann vorkommen, dass die frisch gewaschene Wäsche sofort wieder modrig oder abgestanden riecht. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Die oberste Priorität beim Waschen mit der Maschine ist eine gute Durchlüftung. Nach jedem Waschgang empfiehlt sich, die Einfüllluke erst einmal geöffnet zu lassen, so dass die Trommel und das weitere Innere trocknen können. In seltenen Fällen ist die Waschmaschine kaputt, doch manchmal sollte man einen Blick in das so genannte Flusensieb riskieren. Gerade wenn es seit vielen Wäschen nicht geleert wurde, kann es sein, dass sich dort Rückstände bilden, die wie zum Beispiel eine Büroklammer oder eine Münze nicht nur anorganisch sind. Jedoch kann an solchen Materialien neues Leben entstehen. Organische Kulturen setzen sich an diesen Dingen fest und modern dort vor sich hin. Das kann irgendwann für Unmut in der Nase sorgen und das Flusensieb muss geleert werden. Doch geben Sie Obacht. Meist sitzt es am tiefsten Punkt der Waschmaschine. Wenn sie den Stutzen öffnen, in dem sich das Sieb befindet, kann Ihnen eine Menge Wasser entgegenkommen, denn die Kleinkörperfalle verhindert unter Umständen auch, dass Abwasser abgepumpt wird. Die Waschmaschinenhersteller raten, man sollte das Sieb regelmäßig, mindestens alle zwei Monate säubern. Ein weiterer Grund kann in der Waschmaschine liegen. Verschiedene Dichtungen und hauptsächlich das Dichtungsgummi an der Öffnungsluke blieben häufig nach dem Waschen ungeputzt. Dabei sammelt sich dort allerhand an Schmutz, Keimen und natürlich auch Bakterien. Daraus kann ein schmieriger Film entstehen, der sich im Dichtungsgummi feucht hält und somit sogar schimmeln könnte. Zumindest dieses Gummi sollte nach jedem Waschgang gesäubert werden. Auch im Waschmittelfach sammelt sich eine Melange aus Waschmittel, Keimen, Bakterien und gar Schimmel, wenn dieses nicht regelmäßig, also mindestens einmal im Monat vom schmierigen Film befreit wird. Die meisten Fächer sind separat entnehmbar, so kann das Säubern auch am Waschbecken erfolgen. Hat man wenig Wäsche im hohen Temperaturbereich zu reinigen, kann man die Maschine auch einmal im Leerlauf spülen lassen. Die Temperaturen ab 60°C sorgen für das Absterben von Bakterien. Dafür benötigen wir nicht unbedingt industrielle Waschmittel. Es reicht schon, wenn wir Efeu und Essig verwenden. Nach dem Leerlauf sollt noch einmal extra gespült werden. Wer Angst davor hat, mit dem Essig das Innere der Maschine anzugreifen, kann auch Zitronensäure verwenden. Beides hilft gut gegen Kalk. Auch Waschsoda oder Natron kann in den Spülmittenkasten gegeben werden. Noch ökologischer funktioniert die Waschmaschinenreinigung, ebenso wie die normale Wäsche mit Efeublättern, die entweder in einem Stoffsäckchen in die Trommel oder als selbsthergestelltes Waschmittel in das Pulverfach gegeben werden. Efeu hat Eigenschaften, wie man sie von der Seife kennt. Um ein Mittel zum Reinigen der Wäsche herzustellen, 100 Gramm junge bis mittelalte Efeublätter, einen Liter Wasser und ein bisschen Waschsoda. Alle Ingredienzien werden in einen Topf gegeben und aufgekocht. Hernach unter stetem Rühren noch einmal für kurze Zeit auf kleiner Flamme am Köcheln gehalten. Nach dem Abkühlen schütteln wir die hergestellte Substanz, bis sie leicht schäumt. Nach dem Abseihen kann das Mittel dann verwendet, nicht verbrauchtes kann in der Kühlung für einer etwas längere Zeit haltbar gemacht werden.